Le Bastian & Vino by Bastian
Französischer Bistro-Charme mitten in St. Johann
Vor fünf Jahren hat Milan Hurt St. Johann zu seinem neuen Wohnort auserkoren und betreibt seit knapp drei Jahren mitten im Zentrum das beliebte Bistro Le Bastian. Im Mai 2026 konnte er sich außerdem mit der Eröffnung der Vinothek „Vino by Bastian“ einen weiteren Traum erfüllen.
Die Vielfalt der Natur und der Ortskern, der an eine charmante Kleinstadt erinnert, haben Milan überzeugt, als er sich Anfang der 2020er Jahre für einen neuen Heimatort entschied. „Man muss sich gar nicht großartig aus der Region hinausbewegen“, erzählt Milan begeistert und meint weiter: „Hier kann man Ski fahren, wandern, biken, shoppen oder ausgehen. Das Angebot ist einfach großartig.“
Sein unbestrittener Lieblingsplatz in St. Johann ist der Wochenmarkt, der in den wärmeren Monaten jeden Freitag stattfindet. „Diese Stimmung um 7.00 Uhr morgens, wenn alle ihren Marktstand aufbauen und sich vorbereiten, die mag ich. Ich schätze es sehr, dass es Menschen gibt, die diesen Aufwand auf sich nehmen – bei jedem Wetter, das darf man nicht vergessen – um für andere einen tollen Markt auf die Beine zu stellen“, so Milan.

Das Bistro und die Vinothek
Wenn Gäste in die Vinothek oder ins Le Bastian kommen, erwartet sie ein bunt gemischtes Angebot an Speisen und Getränken. Bereits das liebevoll zubereitete Frühstück ist ein wahrer Genuss. Mittags gibt es ein variierendes Speisenangebot, um auch jenen eine Abwechslung zu bieten, die in der Umgebung arbeiten und ihre Mittagspause gerne bei Milan verbringen. Das Abendessen ist die perfekte Mischung aus Gemütlichkeit und Exklusivität und wird selbstverständlich mit der passendem Weinauswahl angeboten. „Wir möchten den Gästen zu jeder Tageszeit ein gutes Erlebnis bieten und versuchen alles auf höchstem Niveau anzurichten. Ich bin wirklich mit einem wunderbaren Team gesegnet, das diese Einstellung mitträgt und nun auch mein zweites Lokal gemeinsam mit mir betreibt. In der Vinothek sind rund 160 Positionen auf der Weinkarte, was ich selbst ganz großartig finde. Sich mit dem Thema Wein auseinanderzusetzen, es so zu lieben und genießen zu können, das freut und erstaunt mich gleichermaßen“, schwärmt der Chef, dessen umfangreiches Weinangebot im Vino by Bastian in St. Johann einzigartig ist.
Die Geschichte zu diesem zweiten Lokal fing letztes Jahr eigentlich dank eines Gesprächs im Treppenhaus an. Hildegard Wolf von der Weinkiste, die vielen in St. Johann ein Begriff ist, kam mit Milan ins Gespräch. Er erzählte ihr, dass er sich räumlich gerne vergrößern würde und Hildegard meinte prompt, er solle nicht nach neuen Räumlichkeiten suchen. Sie wusste z Ju diesem Zeitpunkt bereits, dass sie die Weinkiste schließen werden. Mittlerweile konnte Milan das Lokal pachten und ist stolz darauf, nun das Angebot einer Vinothek in St. Johann darzubieten, das von Einheimischen und Gästen auch mit Freude angenommen wird.
Typisch St. Johann
Das typische an den St. Johannerinnen und St. Johannern ist nach Milans Ansicht der Stolz auf den eigenen Ort gepaart mit der Offenheit, auch Menschen herzlich aufzunehmen, die den Ort erst als ihre Wahlheimat bestimmen. Viele Stammgäste bringen Kräuter aus dem eigenen Garten oder vom Markt mit und zeigen auf diese Weise ihre Wertschätzung gegenüber Milan und seinem Team. „Es ist so schön, dass ich hier so gut aufgenommen wurde“, zeigt sich der Bistro-Inhaber dankbar. Ihm ist aber auch klar, dass Integration von beiden Seiten passieren muss, damit sie funktioniert. „Vorstellen kann man sich das aber wirklich nur, wenn man die eigene Heimat einmal verlassen hat und an einem anderen Ort als Fremder war. Das ist auf jeden Fall eine große Herausforderung, aber mittlerweile fühle ich mich hier richtig angekommen und sehr wohl“, so der gebürtige Tscheche, dem es leichtfällt, kulturelle Gemeinsamkeiten zwischen Österreich und Tschechien zu finden. „Wir genießen alle gerne gutes Essen und ein gutes Glas Wein, wir trinken gerne ein Schnapserl und lieben es, schöne Feste zu feiern“, ist sich Milan sicher.

Gastronom aus Leidenschaft
Milan hat die Gastronomie ursprünglich noch auf ganz andere Weise gelernt, als sie heute ausgeübt wird. Ihm liegt etwas daran, dass gute Gastronomiebetriebe weiterleben und er findet, dass die Berufe in diesem Bereich zu Unrecht noch immer einen so schlechten Ruf haben. „Es ist längst nicht mehr der Fall, dass die Arbeitszeiten sich auf den Abend und das Wochenende konzentrieren und es keine guten Verdienstmöglichkeiten gibt. Da hat sich vieles geändert“, so Milan.
Er findet es schade, zuzusehen, wie viele Gasthäuser geschlossen werden und dass sich oft keine Nachfolgenden für traditionelle Gastrobetriebe finden. „In St. Johann ist man diesbezüglich zum Glück aber sehr gut aufgestellt. Das merkt man vor allem, wenn man andernorts unterwegs ist und vergeblich nach Kaffee- oder Gasthäusern sucht, bei denen man vielleicht auch noch spürt, dass die Menschen dort ihren Beruf lieben, sich bemühen und ihre Gäste schon mit der Tischdeko willkommen heißen“, weiß der Gastronom, der auf kleine Details sehr viel Wert legt, aus eigener Erfahrung.
Energietanken und Abschalten
Vom Berufsalltag mit all seinen Herausforderungen abzuschalten, gelingt Milan am besten, wenn er Zeit mit seinem Partner Wolfi verbringt, der nicht nur mental eine große Unterstützung ist, sondern auch in beiden Lokalen aushilft. Aber auch ihr neues Familienmitglied, ein wunderbarer Golden Retriever Welpe, bringt beide immer wieder zum Lachen, lenkt von stressigen Situationen ab und schenkt Milan viel Freude außerhalb des Betriebs. Mit dem Hund hat er außerdem seinen Kraftplatz entdeckt: Immer, wenn er direkt vor seinem Haus der Ache entlang spazieren geht, verschiedene Menschen trifft und Zeit zum Durchatmen hat, spürt er die Schönheit der Natur und die Kraft, die man daraus schöpfen kann.