Kino Monoplexx - Der Berg kommt

Kino Monoplexx - Der Berg kommt

Im Mittelpunkt der Handlung des verfilmten Bühnenstücks „Der Berg kommt“ steht die Hochwasserkatastrophe in Wattens im Jahr 1965. Zwei benachbarte Familien rücken zusammen, um die Schäden für die eigenen Häuser gering zu halten.

Dabei brechen alte persönliche und politische Konflikte auf, die Nachwirkungen von Krieg und NS-Zeit treten in aller Schärfe zutage. Es sind vor allem die beiden Figuren Philomena und Tobias, die sich erinnern und anklagen: Dass Swarovski als Rüstungsbetrieb vom Krieg profitierte und sich nationalsozialistisch betätigte, wird ebenso zum Thema wie die Misshandlung von Heimkindern in Tirol. Viele abgeschobene Kinder wurden missbraucht und mit ihrer Arbeitskraft, u.a. beim dominierenden Industriebetrieb Swarovski, ausgebeutet. In Monologen erzählt Tobias seine Erfahrungen im Zusammenhang mit der lange verleugneten, von Historikern wie Horst Schreiber aber inzwischen ans Tageslicht gebrachten Geschichte.

Ursprünglich sollte das Stück beim Tiroler Dramatiker Festivals 2021 uraufgeführt werden. Im Zuge der Corona-Krise entschloss sich Regisseur Klaus Rohrmoser zusammen mit dem in Tirol lebenden und aus Kirgistan stammenden Filmemacher Omar Borubaev das Stück zu verfilmen und dafür eine eigene Bildsprache zwischen Kino und Theater zu suchen.

Ö 2021; Regie: Klaus Rohrmoser
Mit: Eleonore Bürcher, Birgit Melchler, Wiltrud Stieger, Philipp Beck, Edwin Hochmuth, Nik Neureiter

Do, 08. Dezember, 18 Uhr, in der Alten Gerberei
Eintritt: € 10,--

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