Der immerwährende Augenblick - Malerei aus Genua
Der immerwährende Augenblick – Malerei aus Genua
Mit der Ausstellung „Der immerwährende Augenblick“ zeigt Bernard Embacher eine Serie von Ölbildern, die tief in der Atmosphäre der ligurischen Hafenstadt Genua verwurzelt sind.
Zwischen Meer und Hügeln, zwischen engen vicoli und dem offenen Raum des Hafens entstehen Arbeiten, die sich zwischen Gegenständlichkeit und freier Malerei bewegen.
Die Motive sind dem Alltag entnommen: Boote, Zitronen, Hecken, Gassen. Doch die Bilder sind keine Abbildungen konkreter Orte. Sie entstehen aus flüchtigen Wahrnehmungen – aus Lichtmomenten, Farbkontrasten und Bewegungen, die sich dem schnellen Blick entziehen. Im Zentrum steht der Versuch, einen Augenblick festzuhalten, der zugleich vergänglich und zeitlos ist.
Dieser Gedanke des „immerwährenden Augenblicks“ prägt die gesamte Werkgruppe. Die Malerei wird zu einem Ort, an dem sich Zeit verdichtet und gleichzeitig auflöst. Licht, Farbe und Struktur formen Bildräume, die weniger beschreiben als vielmehr erfahrbar machen.
Die Arbeiten zeichnen sich durch eine intensive, körperliche Malweise aus. Die Ölfarbe wird geschichtet, verdichtet, wieder aufgerissen und neu aufgebaut. Jede Spur bleibt sichtbar. Es entstehen Oberflächen von großer Präsenz, in denen sich Kontrolle und Zufall, Form und Auflösung begegnen.
Genua ist dabei mehr als ein Motiv – es ist ein Resonanzraum. Die Stadt erscheint in Fragmenten: im flirrenden Licht, in der Dichte der Gassen, in der Nähe des Meeres. Gleichzeitig öffnen sich die Bilder zu universellen Erfahrungsräumen, in denen sich individuelle Erinnerungen und Wahrnehmungen spiegeln können.
So lädt die Ausstellung dazu ein, die Malerei nicht nur als Bild, sondern als Moment zu begreifen – als einen Augenblick, der bleibt.
Vernissage Donnerstag, 7. Mai 2026 – 19 h,
Tage der offenen Ateliers Sa. 9 und So. 10. Mai – 13-19h,
Matinee Sonntag, 24.Mai 2026 – 11 h
KUNSTWERK, Mauthfeld 8, 6380 St. Johann in Tirol
0699-111 606 82
