Egger Umsatz erstmals über 3 Mrd. Euro

Egger Umsatz erstmals über 3 Mrd. Euro

Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2020/21 der Egger Gruppe (zum 30. 4.) blickt der Holzwerkstoffhersteller auf eine zwölf Monate anhaltende (Corona-)Sondersituation zurück.  Ab Sommer 2020 erlebter EGGER  in fast allen Märkten eine stark ansteigende Nachfrage; in allen Werken wurden die Produktionskapazitäten maximal ausgenützt und Rekordmengen produziert.

Die Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von 
3,083 Milliarden Euro (+8,9 % zum Vorjahr) und ein EBITDA von 622,3 Millionen € (+46,6 % zum Vorjahr). Die EBITDA-Marge liegt bei 20,2 % (Vorjahr 15 %), die Eigenkapitalquote bei 42,0% (Vorjahr 37,9 %). Der Free Cashflow lag bei 541,4 Mio. €. Die Nettoverschuldung ging um 30,6 % auf 831,5 Mio. € zurück.

10.233 Mitarbeiter (Jahresschnitt) an 20 Produktionsstandorten weltweit haben in diesem herausfordernden Geschäftsjahr zu diesen Ergebnissen und zu einem neuen Höchststand der Produktionsmenge von 9,6 Mio. m3 Holzwerkstoffe und Schnittholz beigetragen. Ein Meilenstein  war die Inbetriebnahme des 20. Werks in Lexington, USA – des ersten Egger Werks in Nordamerika.

Cocooning-Effekt

Egger führt die anhaltend hohe Nachfrage auf den mit den Pandemie-Schutzmaßnahmen und Lockdowns einhergehenden Cocooning-Effekt zurück, also die massiv verstärkten Konsuminvestitionen in das eigene Zuhause. Dazu kommt, dass es bereits vor der Pandemie einen deutlichen Rückstau an Bauvorhaben in vielen Teilen Europas gab.
Insgesamt konnte Egger in diesem Umfeld in fast allen Märkten weltweit eine stark steigende Nachfrage verzeichnen und die Umsätze zum Vorjahr teils erheblich steigern: Die Division Decorative Products Mitte hat im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 930,4 Mio. € 
(+4,9 % zum Vorjahr) erwirtschaftet. Die Division Decorative Products West konnte mit 
690,9 Mio. € einen um 4,2 % höheren Umsatz als im Vorjahr verzeichnen. Der Umsatz der Division Decorative Products Ost stieg um 10,8 % auf 981,8 Mio. €. Die jüngste Division Decorative Products Americas erhöhte den Umsatz um 32 % auf 181,2 Mio. €. Die Division Flooring Products liegt mit einem Umsatz von 552,5 Mio. € um 25,3 % über dem Vorjahr. Das Segment Sonstiges konnte einen Umsatz von 201,5 Mio. EUR (+16 %) verzeichnen.

Optimistischer Ausblick

Eine Vorausschau fällt aktuell mangels verlässlicher Prognosen zur Pandemie-Entwicklung und zu etwaigen weiteren Lockdown-Maßnahmen schwer. Trotz dieser Unsicherheiten geht man bei dem St. Johanner Familienunternehmen von einer weiterhin positiven Entwicklung im Geschäftsjahr 2021/22 aus. Bei den Investitionen habe es zuletzt eine "Verschnaufpause" gegeben; im laufenden Jahr werde man rund 300 Mio. € investieren (u. a. 60 bis 70 Mio. € im Stammwerk St. Johann, wir berichteten).

Egger wirkt mit der Inbetriebnahme von zusätzlichen Veredelungskapazitäten und Investitionen zur Verbesserung der Rohstoff- und Energiesituation sowie mit ständiger Optimierung des Materialeinsatzes und der Kostenstruktur entgegen.
"Im Fokus steht ein stabiles Wachstum aus eigener Kraft bei hoher Nachfrage. Großes Potenzial hat 'Bauen mit Holz'; Sorgen bereitet die Transportsituation (fehlende Lkw, fehlende Lkw-Fahrer, fehlende Container) und es ist schwierig, viele offene Stellen zu besetzen", so Leissing.

Zahlen, Fakten:

  • Umsatz 3,08 Milliarden € (2014/15: 2,265 Mrd. €);
  • EBITDA 622,3 Millionen €;
  • Eigenkapitalquote 42 %;
  • Mitarbeiter 10.233 (2014/15: 7.383);
  • Free Cashflow 541,4 Mio. €;
  • Nettoverschuldung 831,5 Mio. € (–30,6 %);
  • Investitionen 193 Mio. € (im laufenden Geschäftsjahr rund 300 Mio. €);
  • 9,3 m2 Produktionsmenge und Schnittholz (Höchststand);
  • 20 Produktionsstandorte;
  • 6,5 Mio. Tonnen CO2 in Produkten den Bilanzjahres gebunden;
  • 73 % des Frischholzes regional eingekauft;
  • 63 % des Holzes aus Nebenprodukten oder Recycling;
  • 62.000 Covid-Tests an allen 20 Standorten durchgeführt;
  • 80 % Corona-Durchimpfung als Ziel in allen Werken.

 

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