Ortswärme St. Johann: Erweiterung des Fernwärmenetzes

Ortswärme St. Johann: Erweiterung des Fernwärmenetzes

Erster Teil der Bauarbeiten für St. Johann West abgeschlossen!

Die Ortswärme St. Johann in Tirol GmbH hat mit den heuer getätigten Arbeiten die ersten Schritte zur Fernwärme- und Glasfaserbreitband - Erschließung des geplanten Gewerbegebietes Unterbürg sowie der Velbenstraße zeitgerecht fertiggestellt. Zur Bereitstellung der dort zusätzlich benötigten Energiemengen war es erforderlich im Bestandsnetz Ergänzungs- und Verstärkungsleitungen zu bauen. „Die Bauarbeiten dafür haben im Bereich der Panorama Badewelt (Paß Thurnstraße), des Taxaweges, des Brucknerweges und einem Teilbereich der Innsbruckerstraße stattgefunden, sodass heuer rund 1.000 Meter Netzlänge neu errichtet wurden“ erklärt Ortswärme – GF Fritz Obernauer. Zusätzlich wurde in der Innsbruckerstraße ein Pumpenschacht mit Abmessungen von 4,50m x 2,90m in eine Tiefe von 3,00m versetzt.

Hauptteil der Arbeiten im Jahr 2022

Nach der Winterpause bis Ende Oktober 2022 soll der Großteil der Netzneuerschließungen in der Innsbrucker- und Velbenstraße sowie am Römerweg und Richtung Gewerbegebiet Unterbürg erfolgen. Rund 2.000 Meter wird dieser Teil der Hauptleitung lang werden.

Informationsveranstaltung für die Velbenstraße geplant

Bereits Ende November war für die Hausbesitzer der Velbenstraße und den angrenzenden Straßenzügen ein Informationsabend angesetzt, welcher jedoch leider abgesagt werden musste. Diese Veranstaltung wird, sobald es wieder möglich ist, nachgeholt.

Starke Nachfrage nach Fernwärme durch CO2-Sparpotential und hohe Förderungen

Der allgemein verstärkte Wunsch der Haushalte nach klimaneutralen Energiequellen tritt auch bei der Gebäudebeheizung immer mehr in den Vordergrund. Die bereits vorhandene Nachfrage bei der Ortswärme St. Johann hat heuer aus diesem Grund bereits zusätzlich angezogen. Für die nächsten Monate und Jahre wird auch wegen neu aufgelegten Bundes- und Landesförderungen mit einer weiteren Steigerung der Neuanschlüsse gerechnet. Für die Förderungen seien exemplarisch die „Raus aus Öl und Gas“ Förderung des Bundes (bis zu 50%) sowie der Zuschuss des Landes Tirol im Zuge der „Wohnhaussanierung“ (bis zu 30%) genannt, welche die Anschlusskosten erheblich reduzieren können.

Herausforderung bei weiterhin großem Zukunftspotential

Für die Ortswärme ist das Baulos St. Johann West eines der größten seit der Gründung im Jahr 2007. Die großflächige Ausdehnung der Bauarbeiten, die Eingriffe an den in Betrieb befindlichen Netzen sowie die Bemühungen die Beschränkungen für die betroffenen Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten, zählen zu den großen Herausforderungen des Projektes, erklärt Geschäftsführer Obernauer, der mit seinem Team für die Organisation der Baumaßnahmen zuständig ist.
Seit der Erweiterung nach Oberndorf im Jahr 2012 weisen die geplanten Gebiete das höchste Absatz- und damit auch CO2-Einsparungespotential auf. So wird mittelfristig mit einem  Anwachsen des Wärmeabsatzes um rund 8,5 Mio Kilowattstunden bei einer CO2 – Einsparung von 1.500 Tonnen pro Jahr gerechnet. Vereinfacht formuliert kann jeder Hausbesitzer mit einem Fernwärmeanschluss bei der Gebäudebeheizung rund 80-90% seiner CO2 – Emission einsparen und so einfach und bequem seinen Betrag zum Klimaschutz leisten. Gespeist wird die Ortswärme St. Johann hauptsächlich mit der Abwärme des Egger-Werks. Mit Ende 2020 verzeichnete man 766 angeschlossene Gebäude.

 Fakten zum Ausbau St. Johann West:

 

Luftbild mit den Bauflächen

Fotoquelle: Ortswärme St. Johann

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